Was genau steckt hinter Safety over IO-Link?

Anwender von IO-Link sind seit langem auf der Suche nach einer Lösung zur Umsetzung von Anforderungen der funktionale Sicherheit mit IO-Link. In einem ersten Schritt bestand als einzige Möglichkeit, Aktuatoren über eine separate Stromversorgung (Portklasse “B”, Pins 2, 5) anzuschließen. Dies bietet die Möglichkeit, durch ein externes Sicherheitsschaltgerät die Versorgung sicher abzuschalten. Heute gibt es eine bessere Antwort: Safety over IO-Link!

Automatisierungspyramide mit Safety over IO-Link

Dieses integrierte Sicherheitskonzept ist die konsequente Fortführung der IO-Link-Philosophie. Es ist die einzige weltweit verfügbare Technologie, die auf den bewährten IO-Link-Standards und Profisafe aufbaut. Damit nutzt sie die wesentlichen IO-Link-Vorteile wie einfachen Datentransport und Informationsaustausch, hohe Flexibilität und universelle Einsetzbarkeit auch für Sicherheitssignale. Safety over IO-Link kombiniert Automatisierung und Sicherheit und stellt effiziente Sicherheitskonzepte in einem System dar. Das Beste daran ist, dass die Funktionalität des Gesamtsystems unverändert bleibt. Die Sicherheit wird als Add-On gewährleistet.

Im Mittelpunkt dieses Sicherheitskonzeptes steht der neue Safety Hub, der an einen freien Port eines IO-Link-Masters angeschlossen ist. Die Sicherheitskomponenten werden über ein M12-Standardkabel mit ihm verbunden. Die sicherheitsrelevanten Profisafe-Signale werden dann über einen IO-Link-Master getunnelt mit der Steuerung verbunden. Dies hat den Vorteil, dass die bestehende Standard-Infrastruktur weiterhin ohne Änderungen genutzt werden kann. Die Parametrierung erfolgt zentral über die Benutzeroberfläche der Steuerung.

 

IO-Link Safety-Hub

Der Safety Hub verfügt über vier 2-kanalige sichere Eingänge zum Sammeln von Sicherheits-Signalen. Zwei sichere Ausgänge zum Abschalten von Sicherheits-Aktuatoren und zwei mehrkanalige Ports zum einfachen Verbinden von Komponenten wie Sicherheitsverriegelungen, bei denen sowohl Ein- als auch Ausgangssignale gleichzeitig verarbeitet werden können. Das System ist TÜV- und PNO-zertifiziert und kann bis PLe/SIL 3 eingesetzt werden. An das sichere I/O-Modul können Sicherheitskomponenten aller Hersteller angeschlossen werden.

Wie IO-Link im Allgemeinen zeichnet sich auch Safety over IO-Link durch einfachen Systemaufbau, zeit- und kostensparende Verdrahtung über M12-Steckverbinder, Reduzierung des Schaltschrankvolumens und schlankere Systemkonzepte aus. Praktisch jede Netzwerktopologie kann mit Safety over IO-Link einfach realisiert werden, wobei der relative Anteil von Automatisierung und Sicherheit beliebig variiert werden kann. Sicherheit über IO-Link bedeutet auch grenzenlose Flexibilität. Dank unterschiedlicher Portkonfiguration und einfacher Konfigurationssysteme kann sie auch in letzter Minute noch geändert werden. All dies trägt zur Kostensenkung bei. Weitere Einsparungen ergeben sich aus der einfachen Duplizierung von (SPS-)Projekten, der Möglichkeit der Vorverdrahtung von Maschinensegmenten und kurzen Stillstandszeiten durch einfachen Tausch von Komponenten.

Hier ein Video über die Profisafe Integration und Hardware Setup in TIA eines Safety Over IO-Link BNI-Hubs:

 

Ein kleines Video zum BNI mit Safety Over IO-Link & ProfiSafe

Mehr über Safety over IO-Link auf unserer Website: www.balluff.com.

Grundlegende Informationen zu IO-Link gibt es auch beim IO-Link Konsortium und auf den Wiki-Seiten von Induux

Die Broschüre IO-Link im Durchblick gibt einen Überblick über IO-Link

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